
Ihab Saloul
Ihab Saloul ist Dozent für Vergleichende Literatur- und Medienwissenschaft an der Universität Maastricht und Forscher an der Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA), Universität Amsterdam. Er studierte Anglistik und Politikwissenschaft (B.A. 1997) an der Birzeit University, Palästina, Anglistik und Politische Kommunikation (M.A. 2001), Kulturanalyse (M.Phil. 2002), Kulturanalyse und Vergleichende Literaturwissenschaft (Ph.D. 2009) an der Universität Amsterdam. Seine Forschungs- und Lehrbereiche umfassen die Untersuchung von kulturellem Gedächtnis und Identitätspolitik, Diaspora und Migration, Literaturtheorie und Bildanalyse sowie kulturelles Denken im Nahen Osten mit Schwerpunkt auf der palästinensischen und israelischen Gesellschaft der Gegenwart.
Als EUME-Fellow wird Saloul an einem Buchprojekt arbeiten, in dem er sich mit der Ästhetik der Vertreibung im palästinensischen und israelischen Kulturgedächtnis und deren Auswirkungen auf die Entstehung sozialer Vorstellungen und politischer Ordnungen im Nahen Osten befasst. Die vergleichende Untersuchung mit dem vorläufigen Titel „The Rhetoric of National Belonging: Contested Memories in Palestinian and Israeli Third Generations’ Narratives, 2001–2014“ behandelt, wie unterschiedliche Erfahrungen von Exil und Reise zu einer ambivalenten Auffassung des kollektiven Gedächtnisses führen und wie diese Erinnerungen in größeren sozialen Welten weitergegeben werden und heute dazu beitragen, nationale und territoriale Ansprüche in Palästina und Israel zu bestimmen und neu zu deuten.



